Rekordbrücke in Istanbul wurde von Schweizern geplant

Posted by on August 30, 2016 
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Im August ist Istanbul eine neue Brücke über dem Bosporus eröffnet worden. Geplant wurde sie von einem Ingenieurbüro in Genf und innerhalb einer Bauzeit von rund vier Jahren fertiggestellt. Die Istanbuler Hängebrücke ist die Verbindung zwischen Asien und Europa, in die eine achtspurige Autobahn und zwei Eisenbahngleisen integriert ist..

Es ist bereits die dritte Bosporus-Brücke in Istanbul, die zwischen zwei Kontinenten brückt. Sie überspannt mit 1,4 Kilometern die Meeresenge zum Schwarzen Meer. Die Yavuz-Sultan-Selim-Brücke nach Selim I., („der Strenge“), einem Sultan benannt, der Anfang des 16. Jahrhunderts in seiner Regierungszeit seine Herrschaft des Osmanischen Reiches bis zur arabischen Halbinsel ausweitete. Tausende Anhänger der islamisch-konservativen Regierungspartei AKP mit roten türkischen Fahnen jubelten bei den Feierlichkeiten, die auch vom türkischen Fernsehen live übertragen wurden.

Schweizer Ingenieure

Geplant und entworfen wurde das gewaltige Bauwerk über dem Bosporus vom Genfer Ingenieurbüro T ingénierie. Die Brücke stellt sogar mehrere Weltrekorde auf: Denn mit einer Spannweite von 1.408 Metern ist sie weltweit die längste Hängebrücke, über die auch Züge neben Autos fahren. Sie hat außerdem die höchsten Brückenpfeiler der Welt: Sie sind mit 322 Meter über Grund und 329 Metern über Wasser am höchsten. Der Eiffelturm ragt vergleichsweise mit 324 Metern gen Himmel. Auch die Breite der Fahrbahndecke stellt einen Weltrekord auf, sie misst 58,50 Meter. Baukosten: 800 Millionen Dollar nur für die Brücke und 2,5 Milliarden Dollar einschließlich der Autobahn.

Für den Leiter des Brücken-Projekts von T ingénierie, Jean-François Klein, war es eine aussergewöhnliche Projekt-Erfahrung, weil es ganz selten ist, dass ein solches Projekt von Anfang bis Ende ausgeführt und begleitet werden kann. Der Grund für die aussergewöhnlichen Höhen  von Pfeiler und die Breite waren die Ausschreibungsbedingungen sowie die Auflagen der türkischen Regierung: Die neue  Brücke sollte in ihrer Gesamtheit an der Architektur der anderen bereits bestehenden Hängebrücken angelehnt sein. Dass aber die beiden anderen Brücken ausschließlich für den Straßenverkehr gebaut wurden, mussten die Ingenieure die beiden Eisenbahnschienenstränge in die Mitte der achtspurigen Autobahn legen. Diese Bauweise ist anders als die klassischen traditionellen gemischten Strassen- und Eisenbahnbrücken, die nämlich zwei Fahrdecks übereinander haben und so für mehr Stabilität sorgen. Da die neue Bosporus-Brücke aber nur aus einer einzigen Fahrbahn besteht, mussten die Schweizer auf eine ganz spezielle Konstruktion ausweichen:

Die Schweizer haben eine Mischung aus einer klassischen Hängebrücke und einer Schrägseilbrücke entworfen, bei der die Fahrbahnen an gespannten Seilen aufgehängt ist. So wurde sie auch gebaut. Zusätzlich sollen die Seile verhindern, dass die Brücke wegen des gewaltigen Gewichts einer einfahrenden Eisenbahn zu stark nachgibt.

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